From b037b1943861ff3202d185c8e1ea200d8e8ad76b Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Josha von Gizycki Date: Mon, 5 Oct 2026 15:41:02 +0200 Subject: [PATCH] tourtagebuch uraltour --- ...packliste-westerwald-luxemburg-vogesen.md} | 0 ...urtagebuch-westerwald-luxemburg-vogesen.md | 91 +++++++++++++++++++ 2 files changed, 91 insertions(+) rename resources/page/blogs/blag/entries/{11-packliste-luxemburg-vogesen.md => 11-packliste-westerwald-luxemburg-vogesen.md} (100%) create mode 100644 resources/page/blogs/blag/entries/12-tourtagebuch-westerwald-luxemburg-vogesen.md diff --git a/resources/page/blogs/blag/entries/11-packliste-luxemburg-vogesen.md b/resources/page/blogs/blag/entries/11-packliste-westerwald-luxemburg-vogesen.md similarity index 100% rename from resources/page/blogs/blag/entries/11-packliste-luxemburg-vogesen.md rename to resources/page/blogs/blag/entries/11-packliste-westerwald-luxemburg-vogesen.md diff --git a/resources/page/blogs/blag/entries/12-tourtagebuch-westerwald-luxemburg-vogesen.md b/resources/page/blogs/blag/entries/12-tourtagebuch-westerwald-luxemburg-vogesen.md new file mode 100644 index 0000000..0c2fb95 --- /dev/null +++ b/resources/page/blogs/blag/entries/12-tourtagebuch-westerwald-luxemburg-vogesen.md @@ -0,0 +1,91 @@ +--- +{:title "Tourtagebuch Westerwald, Luxemburg und Vogesen 2025"} +--- + +# Tourtagebuch Westerwald, Luxemburg und Vogesen 2025 + +Abschrift meiner händischen Notizen während der Tour + +## 27.08. + +Dieses Jahr steht mal wieder eine Tour an, nachdem letztes Jahr ausfiel - Übersättigung nach der fantastischen Route de Grandes Alpes. Wir wollen auf Autobahnen verzichten, dadurch sind längere Distanzen nicht wirklich drin. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei einer Route, die jedes kleine Dorf mitnimmt und langgezogene Bundesstraßen ignoriert, liegt dann doch eher bei sparsamen 40 bis 50 km/h. Ich unternehme die Tour mit meinem Ural-Beiwagengespann, welches keine weitere Geschwindigkeitsbegrenzung auferlegt, liegt die Wohlfühlgeschwindigkeit bei 80 bis 90 km/h und vMax bei 105. + +Unser erstes Etappenziel ist die Villa Löwenherz, ein Motorradhotel im Länderdreieck Hessen, NRW und Niedersachsen. Rund 150 km Anfahrt und knappe drei Stunden vergehen bis zur Ankunft. Das Wetter, wenn auch etwas warm, spielt wunderbar mit. Meine Kameraden setzt es etwas mehr zu. Am Abend überrollt ein Gewitter die Ortschaft, wir haben es bei Bier und Buffet gemütlich. Unser Vierbettzimmer ist gemütlich-rustikal ausgestattet. Mal gucken, wie die Nacht wird, einer der Kameraden schnarcht gerne mal. + +## 28.08. + +Es gibt Frühstücksbuffet, sehr gut. Eigentlich habe ich mir ja ein sehr spätes Frühstück angewöhnt, aber jetzt ist es lecker und da. Der Himmel ist sehr zugezogen, eher unschön, aber es kommt nichts runter. Also gurken wir los, Marschrichtung Südwesten, grob Koblenz. Unsere Fahrintervalle pendeln sich bei ungefähr 50 bis 60 km ein, Fahrtzeit eine Stunde. Irgendwann zieht es arg zu, wir argwöhnen noch, da startet schon der Platzregen. Glücklicherweise fahren wir an einer Bushaltestelle vorbei, springen von den Motorrädern und retten uns unter das Dach. Zehn Minuten später hat es sich beruhigt und es geht weiter. + +Wir stellen fest, dass wir durch den Westerwald fahren, ich melde mich bei der Partnerin, die selber hierher zu einem Hackercamp fahren wollte. Wir arrangieren ein Treffen, der Umweg ist minimal. Die Motorradkameraden kennen sie ja auch, und so gibt es ein herzliches und unerwartetes Wiedersehen. Wir kriegen das Camp gezeigt und Getränke ausgegeben, da startet der nächste Wolkenbruch. Das Wasser fließt in Bächen die Wege hinab und sammelt sich auf der Beiwagenabdeckung ... wo sich meine Handschuhe befinden. Diesmal dauert es eine runde halbe Stunde, Zeit genug die Dinger auszuwringen und etwas zu verzweifeln, wie das weitergehen soll. + +Wir verabschieden uns herzlich und es geht weiter durch den Westerwald, wir haben einen Campingplatz 20 km vor Koblenz gefunden. Dort angekommen ist es relativ trocken, wir können ein wenig aufatmen. Das Tarp wird aufgebaut, Restregen und Nässe aus den Bäumen nerven, wir machen uns einen gemütlichen, wen auch etwas klammen Abend. + +## 29.08. + +Ich stelle fest, dass meine rund neun Jahren alten Stiefel inzwischen nicht mehr wasserdicht sind, was mich auch nicht wundert, wenn ich mir die Beschädigungen auf der Oberseite ansehe. Ich versäumte es auch leider, sie vor der Tour nochmal mit Pflegeprodukten zu behandeln. Nun kann ich nasse Füße auch weder ausstehen noch tolerieren und wir sind zufälligerweise kurz vor Koblenz. Schnell einen Motorradbekleidungsladen gefunden und los geht's. + +Schnell sind wir am Rhein und fahren an diesem stromaufwärts. Wir bemerken eine große Statue, ein imposantes Reiterstandbild. Spätere Recherchen werden ergeben, dass es Kaiser Wilhelm darstellt, an genau dieser Stelle die Mosel in den Rhein mündet und diese Mündung "Deutsches Eck" heißt. Motorradfahren kann doch bilden. In einem zweiten Motorradbekleidungsladen findet sich ein neues Paar Stiefel für mich und es geht weiter. + +Die Mosel begleitet und noch einige Zeit, jetzt geht es an ihr stromaufwärts. Wir kreuzen sie einige Male, die Sonne ist freundlich zu uns und die Stimmung ist gut. Die malerischen Weinhänge, niedlichen Städtchen und die seichten Kurven malen ein Bild aus einer Postkarte. Da muss ein Eis her. In Cochem finden wir eine Eisdiele und eine Kirmes. Eis! Bald sind wir dann auch schon beim Kumpel meiner Kameraden in einem Mosel-nahen Dorf im Hunsrück und werden herzlich begrüßt. + +## 30.08. + +Die Feier ging noch ziemlich lang. Irgendwann um 24 Uhr herum sind wir in der Dunkelheit un die Zelte gekrochen, dafür ging es dann um 9 direkt wieder raus. Zur Belohnung gibt's ein ausführliches Frühstück. Ich darf den Sohn des Gastgebers nochmal eine Runde im Beiwagen über die holperigen Feldwege kutschieren, er hat sich ja extra den Helm der Oma dafür geben lassen. + +Bei leichtem Nieselregen geht es mit nassen Zelten weiter. Ziel ist Weiswampach im Norden Luxemburgs, von unserem Startort rund 150 km entfernt, natürlich über kleinste und kurvige Landstraßen und Nebenstraßen. Dort findet an diesem Wochenende das Euro-Gespann-Treffen statt und wir haben zu dritt immerhin ein Motorrad mit Beiwagen dabei! Die Organisatoren sind auch äußerst korrekt, kumpelhaft und entspannt und so wundert es auch nicht, dass wir anstandslos eingelassen werden und auch so manch eine andere Solomaschine sehen. + +Schnell haben wir unser Lager aufgebaut, wir haben ja reichlich Übung und sind eingespielt, und wir schauen uns das Treffen an, das sich auf eine erstaunlich große Fläche verteilt. Später werden wir erfahren, dass über 600 Gespanne da waren. Einige Urals sind hergekommen, bestimmt jede 10te Maschine ist eine, aber die meisten Maschinen sind Um- oder Sonderbauten. Bei einem Fahrzeug sind wir überzeugt, dass der Besitzer ein großer Goldwind-Fan ist - das Beiboot trägt eine Maske und die entsprechenden Rückleuchten und ein Top case der Zugmaschine. Man hat das Gefühl, man schiele. +In der Händlergasse sitzen wir zu dritt auf einem Gespann zur Probe, von dem ein weiteres Modell am Abend verlost wird: Ein viel zu niedlicher Roller mit GFK-Boot in das ich geradeso hinein passe. Meine Kameraden nehmen auf dem Roller Platz, die Reifen stempeln unser gemeinsames Gewicht in den bemitleidenswerten Rasen und es entsteht das wahrscheinlich beste Bild der Tour. + +Wir nehmen an der Verlosung teil, das zu gewinnende Modell ist von kükengelber Farbe und viel zu niedlich. Leider gewinnen wir weder einen der Trostpreise, noch den Roller selbst. Wir sind aber auch froh darüber, sonst hätten wir noch einiges organisieren und zu Hause einiges zu erklären gehabt. Es wurden auch die ältesten und jüngsten Teilnehmer geehrt und der Moderator verdeutlichte, dass er sehr gerne der 16-Jährigen irgendwann den Preis für die älteste Teilnehmerin überreichen würde. + +Wir schließen den Abend mit Vorbereitungen für den morgigen Regen, der angekündigt wurde, ab. Es ist spät geworden und wir früh aufgestanden. + +## 31.08. + +Wie erwartet hat es in der Nacht geregnet und es ist noch immer nieselig und grau. Wir packen also nasse Zelte und ein nasses Tarp ein und machen uns auf den Weg in Richtung nördliche Vogesen. Es dauert nicht zu lang und der Himmel geht auf und trocknet unsere verregneten Gemüter. + +Wie gewohnt fahren wir durch kleinste Dörfer und über schmalste Straßen. Es stellt sich die Frage, ob wir einen Umweg über Frankreich nehmen, um etwas mehr von dem schönen Nachbarland mitzukriegen. Wir sind allerdings schon etwas geschlaucht und haben noch knapp 80 km vor uns. Bei unserer Routenwahl bedeutet diese Streckenlänge eine Fahrt von fast zwei Stunden Dauer. also bleibt es bei einer direkteren Route. Eine Einkaufstour, die wir sonst täglich unternehmen, entfällt heute auch, es ist Sonntag und auch in Frankreich sind die Geschäfte geschlossen. + +Wir fahren durch vergessene und in der Zeit stehengebliebene Dörfchen, irgendwo im saarländischen Hinterland - ein schwarzes Huhn kreuzt unseren Weg und wir scherzen, dass wir einen Wunsch freihätten - und wir biegen vor einer Villa aus einer vergangenen Zeit nach rechts ab. Der Straßenbelag ändert sich und auf einer 2,5 Meter breiten, von Gras und Bäumen besäumten Straße fahren wir über die Grenze nach Frankreich. Keine Schilder, keine Zäune, keine Spuren eines alten Häuschens. So sollten Grenzen sein: unsichtbar und nicht existent. + +Wir schleichen durch Gässchen, alte Dörfchen und Häusergruppierungen und finden unseren Zeltplatz. Herrlich ruhig und noch immer sonnig. Zelten wir Gott in Frankreich. + +## 01.09. + +Auch heute früh ist es nass und klamm. Wir sind darauf vorbereitet und legen einen schnellen Start hin. Das Ziel ist ein Aussichtspunkt in den Vogesen, von dem man hoffentlich über das Rheintal zum Schwarzwald blicken kann. Dafür muss noch der Himmel aufklären, aber wir sind zuversichtlich. + +Wir schlängeln uns durch Städtchen - alle haben einen sehr deutsch klingenden Namen und wir lernen, dass wir in Lothringen sind. Oha, Geschichte, ganz heißes Pflaster. Die Siedlungen wirken alt und beständig, man wohnt schon immer hier. Bald sind wir im Elsass und die deutsch klingenden Namen verschwinden mehr und mehr. Die Straßen werden auch wieder steiler und so steigen wir auf bald 700 Meter. +Die Nebenstraßen sind schmal und Gegenverkehr immer wieder heikel, zum Glück auch selten. Der Asphalt ist nass, aber auch sehr rau, Grip ist kein Problem, sodass wir unter grün-bunten Bäumen durch den Wald rollen. Der Himmel ist glücklicherweise aufgeklart und die Sonne schenkt uns Wärme. Immer wieder erhaschen wir Blicke in Richtung Osten und können das Rheintal erahnen. + +Der anvisierte Aussichtspunkt erweist sich als Ruine, sehr nett anzusehen, hinter der leider so viele und hohe Bäume stehen, dass man nur den einen winzigen Ausblick nach Osten hat. Also weiter, bergab und einen kurzen Ritt über Autobahnen, den Rhein und hinein nach Deutschland. Eine Stärkungspause später, Pommes und Cola und Cheeseburgerbaguette, geht es in den Schwarzwald. + +Tatsächlich bin ich exakt diese Straße bereits ein mal gefahren, vor ungefähr acht Jahren. Von dort aus, wieder ungefähr 700 Meter hoch, erhaschen wir einen kurzen Block auf das Rheintal, genau der Ausblick auf den wir lange gehofft hatten. Der Zeltplatz liegt in einem malerischen Tal auf einer saftigen grünen Wiese. Wir setzen zum ersten Mal Plan W um: Wir stellen die Zelte und Motorräder so auf, dass wir eine Wagenburg erhalten und das Tarp kommt in die Mitte. So verbringen wir einen gemütlichen Abend. + +## 02.09. + +Am Morgen ist es wolkig und ungemütlich. Die Zelte und das Tarp sind nass, wie gewohnt. In der Nacht hat es auch stark geregnet, doch niemand klagt über Wassereinbruch, also alles gut. Alles zusammenpacken, ein wenig über die Nässe und den Modder schimpfen, die bestellten Backwaren abholen, die Hälfte reinpfeifen und los geht's. Kurz vor der Abfahrt kommt noch kräftig die Sonne raus und wir tatsächlich etwas ins Schwitzen. Bisher bewegten sich die Temperaturen immer zwischen 15 und 25 Grad, viel Gelegenheit hatten wir noch nicht dazu. + +Wir fahren Richtung Norden aus dem Schwarzwald hinaus. Dies ist unser erster Stecke-nach-Hause-machen-Tag von zweien, da fällt sie Wahl auf eher gerade Bundes- statt krumme Kreisstraßen. So passiert es dann auch schnell, dass wir in den normalen Berufsverkehr geraten und hängen hinter Bäume transportierenden LKW, die ich mit der Ural nicht mal eben überholen kann. Der Kamerad mit der stärkeren Maschine zieht auf einem geraden Stück Strecke vorbei, guckt in die nächste Kurve und signalisiert freie Bahn; ein Manöver, das wir schon mehrfach eingesetzt haben und das dank Intercom einfacher geworden ist. + +Unsere Route führt uns durch etwas Flachland, bis wir einen Fluss überqueren und, unserer Vermutung nach, im Spessart ankommen. Als Motorradfahrer hört man immer wieder von diesem Mittelgebirge und so wundern wir uns nicht, als wir gleich in den ersten paar Kurven Unterfahrschutz an den Leitplanken erblicken. Der Asphalt ist fantastisch eben, griffig und unheimlich gut zu befahren. So pendeln wir einige Zeit in Richtung Norden und haben schon bald die nördliche Grenze erreicht. Zeit bei einem Geschäft zu halten, die Vorräte aufzustocken und den nächsten Zeltplatz anzusteuern. + +Zum Abendessen gibt es Bohnen, Kabanossi und Reis, alles zusammen im gusseisernen Bräter zusammengeworfen und zufrieden brummend hineingeschaufelt. Die Wagenburg ist wieder der Aufbau der Wahl und sau gemütlich. + +## 03.09. + +Der letzte Tag der Tour ist angebrochen. Bereits gestern haben wir abschließende Gedanken miteinander geteilt - die Woche ging schnell um. + +Meine Kameraden kommen mit ihren Zweirädern gut an der Schranke des Platzes vorbei, meine Gespann baut da etwas breiter. Obwohl ich keinen Sensor entdecken kann, hilft eine Extrarunde vor der Sperre, sie geht auf und wir fahren weiter Richtung Norden. + +Gesperrte Straßen sind ja so eine Sache. Häufig können wir als Motorradfahrer einfach in den Sperrbereich rein und durch irgendwelche Engstellen einfach durchfahren. So versuchen wir es auch irgendwo im Thüringer Becken. Doch nach wenigen Kilometern hört die Straße schlichtweg auf und wir sehen, wie Bagger die Landschaft neu gestalten. Da ist kein Durchkommen und wir wollen die Arbeiter auch nicht stören. Auf der Karte entdecken wir eine Möglichkeit, über einen Feldweg einem mehrere Kilometer langen Umweg zu entgehen. Vor Ort besichtigt entpuppt sich der Weg als befahrbar, sogar legal, aber auch etwas steil. Nicht so schlimm, wir lasen es darauf ankommen. Kurz vor der Kreuzung zur nächsten Landstraße müssen wir jedoch laut in die Helme lachen - es liegt ein massiver, gut ein Meter durchmessender Baum, über dem Weg. Die Motorräder passen auch geradeso nicht darunter durch. Mit reiner Muskelkraft das Teil zu bewegen können wir auch vergessen. Kurze Überlegungen in Richtung Hebelkraft und -wirkung verwerfen wir mangels Hebel und Ankerpunkt ach schnell. Also Umkehr und nächstes Mal ein Fichtenmoped mitbringen. + +In Bad Lauterberg angekommen führen wir die Maschinen ein letztes Mal zur Tränke. Nördlich des Harzes gibt es für uns nichts Neues mehr zu sehen, also wollen wir dort Autobahn fahren. Über Clausthal-Zellerfeld soll es über das Gebirge gehen und so geht es zurück auf die Straße. Auf Höhe Osterode verpasse ich allerdings die Ausfahrt und so entscheidet das Universum für uns, dass wir jetzt schon den schnelleren Weg nehmen: A7 und A39. + +## Gedanken nach der Transkription + +Die deutschen Mittelgebirge sind wunderschön. Mehrfach erinnerten wir uns gegenseitig, dass wir uns noch immer in Deutschland befinden, als wir mal wieder einen ominösen Asphaltstreifen entlang durch irgendeinen Wald fuhren. Dass es noch so abgelegene Ecken im dicht besiedelten Deutschland gibt, ist nicht unbedingt im sofort abrufbaren Gedächtnis vorhanden. Dafür muss man die Autobahn links liegen lassen, was man sich mit einem geringeren Aktionsradius und deutlich verringerter Tagesetappenlänge bezahlt. Ein speziell für Motorradfahrer entwickeltes Navigationssystem in Form von App auf dem Smartphone oder Hardwaregerät hilft bei der Routenwahl deutlich. +Am Ende haben wir eine beachtliche Menge Gegenden befahren: Weserbergland, Rothaargebirge, Westerwald, Taunus, Hunsrück, Eifel, Saar-Nahe-Bergland, Nord-Vogesen, Lothringer Stufenland, Schwarzwald, Odenwald, Spessart und Rhön. + +Gespann fahren ist anstrengender als Motorradfahren. Man braucht für jede Kurve eine nennenswerte Menge Muskelkraft. Das geht auf die Ausdauer. Steigungen und Gefälle zu befahren bringt in die Links-Rechts-Dynamik so eines Gefährts vier weitere Fälle von "Was macht es denn jetzt schon wieder". +Aber: Einen Beiwagen mit Kofferraum zu haben ist sehr komfortabel. Man hat sehr viel Stauraum, der ausgenutzt werden kann.